Schlüssel für erfolgreiches Receiver-Spiel

  • Stand, Start, Winkel, Break-Down Positionen und Blocks.
  • Kennen der Offensekonzepte von jedem Spielzug, damit der WR genau weiß wo und wann er den Verteidiger blocken muss.
  • Gute Koordination zwischen Ober- und Unterkörper bzw. zwischen Augen und Händen.
  • Präzision beim Routen laufen.
  • Routen immer 100% laufen egal ob Playside oder Backside.
  • Geschwindigkeit beim Rennen und Schnelligkeit beim Cutten weg von Verteidigern.
  • Immer aggressiv um den Ball kämpfen.
  • Beständigkeit und Konzentration beim Ballfangen (Fokussieren des Balles).
  • Ball schnell im Pocket sichern.
  • Fähigkeit mit dem Ball nach dem Fang zu rennen.
  • Härte beim Nehmen von Hits und saubere Blocks (Gegner dominieren und frustrieren).

Jedes Yard, das ein Receiver nach dem Catch macht, ist das Sahnehäubchen. Aber dies kann nur geschehen, wenn sich der Ball in seinem Besitz befindet – deshalb zuerst fangen und sichern!!!

Mathematik für Receiver:

Nehmen wir mal an, dass unsere Offense 50 Spielzüge in einem Spiel hat. Davon sind 25 Spielzüge Läufe und 25 sind Pässe. Wie viel Prozent an Passspielzügen haben wir?

Richtig – 50 %

Gehen wir nun davon aus, dass im Spiel 5 Passempfänger eingesetzt werden und jedem werden 5 Bälle zugeworfen. An wie viel Prozent aller Spielzüge im Spiel hat dann ein Passempfänger die Chance einen Ball zu fangen?

 Richtig – 10%

So jetzt wird es schwierig – an wie viel Prozent der Spielzüge muss der Passempfänger für seine Mannschaftskameraden vorblocken, damit diese und somit unser Team erfolgreich sein kann?

 Richtig – 90%

Diese kleine Rechnung zeigt Euch hoffentlich, dass sich erfolgreiches Receiver-Spiel nicht nur darauf beschränkt, ein Maximum an Bällen, die einem zugeworfen werden, zu fangen, sondern eben auch ein hervorragender Blocker wichtig für die Mannschaft ist.

 

Line-up / Splits (Aufstellung / Abstand)

  • Die Aufstellung des Receivers vor dem Snap wird durch die Formation festgelegt
  • WR stellen sich nie näher als 5 Yards zur Seitenlinie auf, da er sonst Gefahr läuft bei einem Outside Release ins Aus zu laufen, oder geblockt zu werden
  • Bei Inside Passrouten stellt sich der WR etwas weiter außen auf
  • Bei Outside Passrouten stellt sich der WR etwas weiter innen auf
  • Wenn der QB einen schwächeren Arm hat, dann hilft der WR Ihm, in dem er sich etwas weiter innen aufstellt
  • Der Tight End und der Split End stehen auf der Line of Scrimmage (LOS) als äußerste Spieler. Nur die beiden äußersten Spieler sind berechtigt einen Pass zu fangen
  • Es müssen immer 7 Spieler aus der LOS stehen!
  • Steht ein Receiver bereits auf der LOS, dann stellen sich die weiteren Receiver mindestens 1m ins Backfield, damit sie passberechtigt sind
  • Gegen Man Coverage soll mit engeren Splits zwischen den Receivern, die Möglichkeit für Crossing Routes verbessert werden
  • Bei Laufspielzügen kann der WR mit seinem Split experimentieren, damit der Gegenspieler nicht aus einem Split den Spielzug erkennen kann. Allerdings sollte der Split nicht zu nah gewählt werden, da es sonst dem DB ermöglicht wird, schneller beim Ballträger zu sein!
  • Wenn der WR einen Crackbackblock auf den OLB machen soll, empfiehlt sich ein engerer Split, um den LB effektive blocken zu könnenDieser Block darf nicht unterhalb der Gürtellinie gesetzt werden!!!

  

Der Stance (Stand Allgemein)

  • Der Stance im Football ist das Fundament und die Basis des Spielers.
  • Ohne Fundament und Balance kein stabiles Resultat.
  • Schlüsselpunkte eines richtigen Football Stances:
    • Geschlossene Körperwinkel!
    • Fußstellung – Zehenspitzen zeigen nach vorne!
    • Komfortable Haltung!
    • Kopf und Augen sind oben!

  

Widereceiver Stance

    • Der WR steht im 2-Punkt Stand, um eine bessere Übersicht zu haben.
    • Füße achselweit auseinander.
    • Der innere Fuß (zum QB) soll vorne sein, damit die Schultern möglichst parallel zur LOS sind. (ca. 85% des Körpergewichts auf dem vorderen Fuß)
    • Außenfuß 2-3 Fußlängen nach hinten versetzen und zeigt geradeaus.
    • Die Knie sind leicht angewinkelt.
    • Oberkörper über die vordere Fußspitze lehnen.
    • Hände vor die Brust – Ellenbogen angewinkelt.
    • Gewicht auf den Vorderfuß verlagern und Spannung auf dem hinteren Fuß haben.
    • Körperwinkel schließen.
    • Bequem stehen.
    • Flacher Rücken.
    • Nach der frühzeitigen Aufstellung kann der WR die Defense lesen und Rückschlüsse auf die Coverage ziehen.
    • Optional: Nachdem der Aufstellung sieht der WR zum Ball an der LOS, um zu sehen wann der Ball gesnapt wird. False Starts sind so einfach zu vermeiden.

Tight End Stance

  • Der TE steht im 3-Punkt Stand, um einen tiefen und explosiven Start zu haben.
  • Füße achselweit auseinander.
  • Der innere Fuß (zum QB) soll vorne sein, damit er einen besseren Winkel auf DE hat.
  • Außenfuß ca. 1 Fußlänge nach hinten versetzen.
  • Oberkörper über die vordere Fußspitze lehnen.
  • Die Hand auf dem Boden soll belastet werden – Oberkörper etwas nach vorne lehnen. Es darf nur so viel Gewicht auf der Hand sein, dass wenn diese weggeschlagen wird der Spieler nicht nach vorne kippt (Balance). Dies ermöglicht den Start nach rechts, links und geradeaus.
  • Frei Hand vor die Brust, nicht auf Knie ablegen.
  • Gewicht auf den Vorderfuß verlagern (Passroute und Runblock) – hinten (Passblock).
  • Flacher Rücken – Pad Level (Schultern) ist tief, um besser blocken zu können.
  • Versuchen die Defense lesen und Rückschlüsse auf die Coverage ziehen.

 

Release (Start)

  • Nach einem richtigen Stance ist der richtige bzw. effiziente Start das nächste Teilstück eines erfolgreichen Receivers.
  • Nie die Richtung, in die gestartet werden soll, durch den Stance andeuten!!!
  • Gewicht auf den Fußballen – Falsche Gewichtsverteilung führt zu False Steps.
  • 1. BACK STEP = Stagger zu eng und, oder keine Spannung auf dem hinteren Fuß.
  • 2. FRONT FOOT LIFT = zu wenig Gewicht auf dem vorderen Fuß.
  • Falsche Gewichtsverteilung führt zum „DIPPEN“ = neigen/senken beim Start.
  • DIPPEN = Körperwinkel waren nicht geschlossen genug.
  • Immer mit hinteren Fuß starten und über den vorderen Fuß abdrücken.
  • PAD LEVEL – nach dem Start nicht gleich den Oberkörper aufrichten.
  • Receiver müssen sehr aggressiv aus Ihrem Stance heraus explodieren. Je früher der RECEIVER das offene Feld attackieren kann, desto effektiver wird er als Passempfänger. Die Hände / Das Blocken vom Gegner unbedingt vermeiden!!!
VORSICHT: Nicht zu viel Gewicht auf vorderem Fuß, um bei langem Count nicht umzufallen, oder zu früh zu starten!!!

DIE SUMME DER KLEINEN FEHLER RESULTIERT IN EINEM NICHT GEFANGENEN ODER ABGEFANGENEN PASS!!!!

 

Techniken / Moves beim WR Start (gegen Man-Coverage)

ANGREIFEN DER AUFSTELLUNG DES VERTEIDIGERS
  • Bei einer Aufstellung innen, sollten die ersten 2 Schritte auch nach innen gehen.
  • Bei einer Aufstellung außen, sollten die ersten 2 Schritte auch nach außen gehen.
DIRECT RELEASE
  • Direktes Angreifen des Verteidigers auf der Seite, auf die gecuttet werden soll.
  • Nach außen (Outside / Fade release); nach innen (Inside / Burst release)
INSIDE RELEASE
  • Bei Inside Passrouten versucht der Receiver zur inneren Seite des DB zu laufen.
  • Gut für Speed Cuts.
OUTSIDE RELEASE
  • Bei Outside Passrouten versucht der Receiver zur äußeren Seite des DB zu laufen.
  • Gut für Speed Cuts.
SPEED RELEASE
  • Mit voller Geschwindigkeit eine Hüfte des DB’s attackieren und die Hände des DB’s nach unten schlagen (1 ARM MOVE/ DIP UND RIP).
  • Guten gegen schlechte und langsame DB’s.
ONE STEP MOVE
  • Ein harter Schritt in die falsche Richtung und dann doch auf die richtige Seite zu starten.
  • Gut gegen Defense Spieler die sofort auf die erste Bewegung reagieren.
TWO STEP / DOUBLE MOVE
    • Erst einen kurzen Schritt auf die richtige Seite, dann einen langen Schritt auf die Falsche Seite, um dann doch auf der richtigen Seite vorbei zu gehen.
    • Gut gegen Defense Spieler, die sich auf den „One Step Move“ eingestellt haben und den zweiten Schritt abwarten um zu reagieren.

RIP
  • Wegschlagen der Hände des Defense Spielers durch eine aggressive Aufwärtsbewegung mit der gegenüberliegenden Hand (=> Rip nach innen = äußere Hand).
  • Gut für Inside Release
SWIM
  • Wegschlagen der Hände des Defense Spielers mit der Außenhand, gefolgt von einer Schwimmbewegung mit der Innenhand über die Hände des Defense Spielers nach außen.
  • Gut für Outside Release
FLIPPER
    • Den Aussenarm vor dem Körper anwinkeln, wie eine Delfinflosse (Flipper), die nach unten zeigt. Diesen Arm zwischen sich und den Verteidiger bringen. Gegen den Verteidiger lehnen und drücken, bevor man sich vom Verteidiger löst
    • Gut für Inside Release, z.B. Slant

 

Starts gegen Press Coverage für WR

  • Stance verändern
  • Füße fast parallel, um schnellstmöglich horizontale Bewegung zu erlauben.
  • DON‘T STEP INTO REACH = Nicht in den Block der DB’s laufen.
  • Aus dem Rahmen des DB‘s bewegen, um seine Hüfte zu bewegen!
  • Hände: Bereithalten und aggressiv die Hände des DB’s weg schlagen (Rip- / Swim- Technik)